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letzte Aktualisierung: 03. 10. 2022
 

 

 

2013, es geht weiter

Als erste Veranstaltung im Jahr 2013 stand für Joe und Chris die 16. ADAC Labertal Historic am Samstag den 6. April auf dem Plan. Nachdem die technische Abnahme bereits am Vorabend erledigt worden war, begann unser Start in den frühen, nasskalten Samstag relativ entspannt. Was auch bis zur Zieldurchfahrt am späten Nachmittag so blieb.

Nachdem die Motoren auskühlen und die in die Jahre gekommenen Fahrzeuge im Mallersdorfer Klosterinnenhof unter dem wachsamen Auge der Schwestern verschnaufen durften, gab es für die Piloten die Gelegenheit die Erlebnisse des Tages bei einem "Feierabendbier" zu verarbeiten. Wir haben an diesem Tag den 12. Rang in der Classic- und den 34. in der Gesamtwertung errungen.

Am Sonntag den 21. Juli fuhren Joe und Chris frühmorgens zur 11. Babonen Rallye Classic nach Abensberg. Die Veranstaltung wird zum Grossteil auf Flurbereinigungs- und Feldwegen, sowie als Höhepunkt zwei Gleichmässigkeitsprüfungen im "grössten Sandkasten Deutschlands" der Speedwaybahn Abensberg gefahren. Da unser Auto leider nur bedingt schottertauglich ist, war sehr viel Vorsicht geboten. Trotzallem war es eine sehr schöne, von der Streckenführung abwechslungsreiche Rallye, bei der die Piloten viel Spass hatten. Am Ende des Tages landeten wir am 9. Classic- und 17. Gesamtplatz, als Lohn hierfür gab es Pokale für die heimischen Vitrinen.

Am Vortag der 10. Regensburger Classic Rallye wurden die Teilnehmer in das mittelalterliche Flair des Schloss St. Emmeram eingeladen und kamen zu Hauf. Die Oldtimer durften im Innenhof des Thurn und Taxis Anwesens geparkt und vor dessen Kulisse fotographiert werden. Den Abschluss dieses Tages bildete die Prämierung der schönsten und originalsten Teilnehmerfahrzeuge, sowie der zeitgenössischen Kleidung der Besatzung.

Die eigentliche Veranstaltung wurde bei wunderschönstem Wetter am 4. August in Regensburg am Neupfarrplatz gestartet. Mit Hilfe des Roadbooks fanden wir unsere Strecke durch die Innenstadt Kelheims, vorbei am malerisch gelegenem Klosten Weltenburg zur Mittagspause in Beilngries. Gegen Ende unserer Pause begann ein riesiges Unwetter aufzuziehen, das in Folge zum Abbruch zweier Gleichmässigkeitsprüfungen führte. Nachdem Überfahren der Zielrampe wurde die Siegerehrung im Haus Heuport am Domplatz in Regensburg durchgeführt. Es reichte für Joe und Chris zu einem 30. Gruppen-, 13. Klassenplatz, sowie zum 38. Gesamtrang von 143 gestarteten Fahrzeugen. Durch unsere gute Platzierung konnten wir jeweils einen schönen Pokal mit nach Hause nehmen.

ADAC 3-Städte-Rallye München-Wien Budapest 

Deutschlandschleife von München nach Schlögen: Ein schöner Tag

Auf der Weihnachtsfeier des MC-Labertal e.V. - Ortsclub im ADAC, im Dezember 2012 wurden Renate und Joe von Familie Dinzinger angesprochen, ob man nicht Lust hätte an der ADAC 3-Städte-Rallye München-Wien-Budapest für historische Fahrzeuge teilzunehmen. Der ADAC plane anlässlich des 50. Jubiläums dieser Rallye ein ganz spezielles, einmaliges Revival. Die Starterzahl ist auf 60 Teilnehmer begrenzt und nur offen für ehemalige Teilnehmer, oder verdiente Mitarbeiter an einer der "scharfen" 3-Städte-Rallye. Diese Kriterien wurden von Joe mehr als erfüllt und so hatte man die Startzusage in der Tasche. Problem war das passende Auto zu finden. Wir entschlossen uns den weissen Porsche 924 Carrera GT Replica bis zur Rallye komplett neu aufzubauen. Dieses Vorhaben kostete Chris viele Wochenenden und Nachtschichten. So wurde der Porsche am Wochenende vor der Rallye fertig und konnte auch noch die H-Zulassung erreichen.

Am 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) fuhren Renate und Joe um 7:00 Uhr früh Richtung Olympia-Park nach München. Hier trat bereits das erste kleine Problem auf. Die Heizung funktionierte nicht. So hatten wir im Auto +9°C und eiskalte Füsse. Dieses Problem konnte aber durch unser Serviceteam Sabrina und Chris noch am Start behoben werden.

Mit Startnummer 39 wurden wir auf die Strecke geschickt. Zuvor musste Renate, welche zum ersten Mal an einer Lichtschrankenrallye teilnahm, mit der historischen Stempeluhr die richtige Startzeit in die Bordkarte stempeln. Vorbei am Münchner Franz-Josef-Strauß Flughafen führte die Strecke zur Durchfahrtskontrolle in die mittelalterliche Fussgängerzone nach Landshut. Anschließend folgten die ersten Wertungsprüfungen Holzen, Wallkofen, Schafhöfen und St. Salvator. Hier hatten sich schon Walter Röhrl, Michele Mouton und viele andere Grössen des Rallyesports ausgetobt. Das Ziel der Deutschlandetappe war im österreichischen Schlögen. Wir konnten hier mit Platz 23 unter den 60 Startern ein für uns zufriedenstellendes Ergebnis einfahren. Abends wurden im Hotel Donauschlinge die Tagessieger gefeiert.

Österreichabschnitt von Schlögen nach Rust: Kurvenorgie und kleine Probleme

Am Freitagmorgen waren alle Autos mit einer dicken Raureifschicht überzogen und der Run auf die Eiskratzer began. Zum Wachwerden wurde die Bergrennstrecke St. Agatha befahren. Gleich auf dieser Prüfung ist uns ein Abbiegefehler unterlaufen und hat uns den Tag so richtig verdorben. Zur Nervenberuhigung ging es dann bei einem trockenen, sonnigen Tag ins oberösterreichissche "Rallyeland". Die Wertungsprüfung Oberschlierbach ist heute noch Teil der Pyhrn-Eisenwurz-Rally und wurde auch für die 3-Städte 2013 befahren. Hier bekamen wir durch ein loses Zündkabel permanente Zündaussetzer, welche natürlich nicht gerade zur Nervenberuhigung dienten. Gerade als wir aufgeben wollten um den Motor nicht zu zerstören, kam Christian des Weges. Nach einer schnellen Fehlersuche und Notreperatur am Strassenrand konnten wir wieder Fahrt aufnehmen. Durch eine wenig besiedelte, nahezu menschenleere Landschaft ging es Richtung Mittagspause zum Gußwerk.

In einer wahren Kurvenorgie ging es ab dem Hubertussee im Mariazellerland auf weiteren Wertungsprüfungen der Langstreckenfahrt München-Wien-Budapest über den Ochsensattel nach Eisenstadt zur DK vor einer eindrucksvollen Fassade von Schoss Esterhazy. Hier war auch ein Kamerateam des ORF anwesend. Ein Bericht wurde am Abend in der Regionalausgabe des Studios Burgenland gesendet. Über den WP-Klassiker "Stotzinger Berg" ging es weiter in die Weinhauptstadt des Burgenlandes nach Rust am Neusiedler See. Hier war auch das Etappenziel des 2. Tages. Nach dem morgendlichen Fehler und den Zündaussetzern blieb uns für diesen Tag nur der 38. Platz.

Ungarnetappe von Rust nach Herceghalom: Zurückversetzt in die wilden 70er

Der Samstag begann bei Herrlichem Wetter mit dem Start auf dem Rathausplatz in Rust. Die finale Ungarn-Etappe führte zunächst um den Neusiedler See zur ersten Wertungsprüfung, welche noch auf österreichischem Boden stattfand. Über den Grenzübergang Pamhagen führte nun die Strecke nach Ungarn. Die Straßen wurden nun ruppiger! Das Fahren verlangte volle Konzentration, damit man auf dem wellig-brüchigen Asphalt die grössten Schlaglöcher etwas umfahren konnte. Übrigens, so manches Schlagloch kannte ich noch beim Vornamen. Wir fühlten uns in die 70er Jahre zurückversetzt. Entlang der Rallyeroute wurden wir herzlich begrüsst und man sah auch das ein oder andere Pferdefuhrwerk. Nach einiger Zeit wurde es wieder hügliger und bewaldet. Es reihte sich Kurve an Kurve und das Fahren machte immer noch mehr Spass. Die ehemalige 3-Städte Wertungsprüfung Bakonybel war hier der Höhepunkt, bis zur Mittagspause im Hotelressort Szepalma. Am Nachmittag war die Durchfahrtskontrolle in Mor wegen des dort stattfindenden Stadtfestes von Menschenmengen umringt. Die DK war vom ungarischen ADAC-Schwesterclub Magyar Autoclub organisiert worden.Das Interesse an den Fahrzeugen und Fahrern war riesig. Nun ging es nach ein paar Wertungsprüfungen zum Ziel in Herceghalom. Wir konnten uns wieder auf den 23. Platz nach vorne arbeiten. Wir waren glücklich und zufrieden das wir in Wertung das Ziel erreicht haben und gönnten uns sogleich ein kühles Glas Sekt. Beim späteren Gala-Abend haben wir zusammen mit dem siegreichen Kathrein Klassik-Team noch so manche Erinnerung an frühere 3-Städte-Rallyes ausgetauscht.

Es war eine wirklich schöne, anspruchsvolle Lichtschrankenrally. Es war schön dabei gewesen zu sein und diese Veranstaltung bleibt uns mit Sicherheit in guter Erinnerung. Ob wir jedoch in 25 Jahren bei der 75. Jubiläumsrallye noch aktiv sind bleibt abzuwarten, da sind wir 80!